Vergeben heißt loslassen.
Shownotes
Inspiration und Impulse
"Vergeben heißt loslassen."
"Dem Einzigen, dem du das Leben schwer machst, bist du dir selber. Sonst nichts, nur dir selber."
"Ich vergebe mir, weil es war das Beste, was ich zu dem Zeitpunkt wusste und hatte."
"Die Schwachen können niemals vergeben. Vergebung ist ein Kennzeichen der Starken." (Gandhi)
Vergebung ist eine bewusste Entscheidung, kein Gefühl, das Gefühl folgt später
Vergeben bedeutet nicht vergessen oder die gleiche Behandlung wieder zuzulassen
Man kann gleichzeitig vergeben und klare Grenzen setzen
Sich selbst zu vergeben ist oft schwerer als anderen zu vergeben
Nicht-Vergeben hält uns in Schuld und Scham gefangen
Vergebung schafft Frieden mit Dingen, die sich sowieso nicht mehr ändern lassen
Auch gesellschaftliche und politische Wut kann durch Vergebung als Loslassen transformiert werden
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Transkript anzeigen
00:01:04: Kennst du die Kraft der Vergebung?
00:01:06: Also ich habe mich hier inzwischen so richtig schön eingemuckelt in meinem
00:01:10: Chalet.
00:01:10: Der Regen prasselt leise aufs Dach und hat so ein schönes Hintergrundrauschen.
00:01:16: Und ich tauche in mich ein und überlege, welche Themen gehören alle
00:01:22: zu diesem,
00:01:24: dieser Freiheitsreise
00:01:28: dazu.
00:01:28: Weil für mich geht es ums Verstehen, ums Erinnern und dadurch das
00:01:34: Freisein.
00:01:35: Also verstehen, wer wir wirklich sind, auch unser Nervensystem und alles, was
00:01:38: da reagiert, erinnern, wer wir außerhalb unseres Nervensystems sind,
00:01:45: um dann
00:01:47: Frey zu sein, Frey zu leben.
00:01:49: Und Vergebung
00:01:52: begleitet mich schon lange.
00:01:54: Ich glaube, durch
00:01:56: mein Christentum, meine christliche Zeit.
00:02:00: Und
00:02:02: es hat sich völlig gedreht von diesem Dogmatismus in etwas ganz anderes.
00:02:09: Für mich ist Vergebung kein moralischer und christlicher Auftrag.
00:02:16: Das hat nichts damit zu tun, was das Verhalten des anderen ist
00:02:20: und nicht, ich muss wieder irgendeine Beziehung herstellen.
00:02:23: Ich muss irgendwas wieder retten.
00:02:27: Vergebung ist etwas, was mit dir zu tun hat.
00:02:30: Und witzigerweise, es gibt ein paar Bibelstellen dazu, aber eine, die mich
00:02:34: schon lange bewegt ist, die müsste ich jetzt tatsächlich raussuchen, wo sie
00:02:38: ist.
00:02:40: Ich glaube, das ist,
00:02:42: das
00:02:45: kommt so langsam in mein Gedächtnis zurück.
00:02:48: Sehr spannend.
00:02:49: Also
00:02:51: da war Gott, der gesagt hat, hier ist alles wie Sodom und
00:02:56: Gomorra, Noah, bau die Arche, alle Tiere sollen da rein, soll
00:03:02: überleben, alle sollen überleben, aber Sodom, Gomorra halt nicht, dann schwimmt die
00:03:09: Arche.
00:03:10: Kurzversion, kennt ihr alle, also die meisten,
00:03:14: die Taube fliegt aus, findet
00:03:17: zwei Kleinen und sagt, wird wieder trocken, der Regenbogen kommt als Zeichen
00:03:22: Gottes und da heißt es,
00:03:26: und es reute ihn.
00:03:28: Also Gott hatte Reue
00:03:33: und ich meine an der Stelle, aber ich bin mir nicht ganz
00:03:35: sicher,
00:03:37: sagt er, und ich vergebe um meinetwillen.
00:03:41: Und es hat mich damals schon so fasziniert.
00:03:45: Ich vergebe um meinetwillen.
00:03:49: Was heißt denn vergeben eigentlich?
00:03:51: Wir machen den Fehler,
00:03:54: dass wir sagen, vergeben und vergessen.
00:03:57: Also ich vergebe jemanden und dann darf der den gleichen Scheiß wieder
00:04:01: machen.
00:04:01: Ich vergebe jemanden und der kann mir genauso wehtun wie vorher.
00:04:05: Das ist nicht das Vergeben, was ich
00:04:08: meine,
00:04:11: mein Vergeben, was ich kennengelernt habe und für mich ein großer, großer,
00:04:15: großer, großer Schatz ist.
00:04:19: Vergeben heißt loslassen.
00:04:25: Was ist,
00:04:27: wenn der innere Kampf der Vergangenheit aufhört?
00:04:35: Weißt du, wenn du und es gibt zwei Ebenen.
00:04:38: Die eine ist für mich viel leichter als die andere.
00:04:40: Also wenn du sauer auf jemanden bist, so richtig sauer,
00:04:48: dann ist es für mich leichter, egal was er gemacht hat, das
00:04:52: zu vergeben.
00:04:53: Aus dem einfachen Grund, dem anderen ist es eigentlich scheißegal, ob du
00:04:57: sauer bist oder nicht.
00:04:58: Das heißt, dem Einzigen, dem du das Leben schwer machst, bist du
00:05:01: dir selber.
00:05:07: Sonst nichts, nur dir selber.
00:05:10: Und wenn ich dann vergebe,
00:05:14: lasse ich die Anklage, den Frust, die Wut, die Überforderung und all
00:05:20: das los.
00:05:21: Und da sind wir schon spannend, wie sich der Kreis schließt wieder
00:05:26: bei der Folge mit der Entscheidung, der Kraft der Entscheidung.
00:05:29: Ich kann mich entscheiden zu vergeben.
00:05:32: Das kein Gefühl, sondern das Gefühl kommt hinterher.
00:05:35: Ich kann entscheiden zu vergeben.
00:05:41: Und
00:05:42: wir können das im Kleinen tun für alle Menschen, die uns je
00:05:46: verletzt haben.
00:05:47: Und das habe ich sehr ausgiebig getan.
00:05:50: Für alle Menschen, die
00:05:54: mich verletzt haben.
00:05:55: Und da gibt es auch viele.
00:05:56: Ich habe ja immerhin mal drei gescheiterte Beziehungen hinter mir.
00:06:01: Eltern, mit denen ich lange Zeit nicht glücklich war.
00:06:05: Da gibt's so viel.
00:06:09: Und es stellt sich so ein schöner Frieden ein, wenn du es
00:06:14: schaffst zu vergeben und loszulassen.
00:06:18: Und dann höre ich mal die Nein, das war so schlimm, das
00:06:22: kann ich nicht vergeben.
00:06:24: Ja, warum denn nicht?
00:06:26: Es ist in der Entscheidung.
00:06:28: Und für mich heißt vergeben nicht vergessen, so nach dem Motto, Wir
00:06:31: fangen bei 0 wieder an, sondern vergeben heißt, ich lasse die Emotionen
00:06:36: darüber los.
00:06:37: Ich lasse das los, was in meinem Nervensystem gespeichert ist und sagst
00:06:41: so entspann dich, brauchst du nicht mehr.
00:06:44: Und
00:06:46: bin gleichzeitig, wenn dieser jemand wieder in mein Leben kommt und das
00:06:50: Gleiche mit mir machen möchte, glasklar und sagt nee, dafür stehe ich
00:06:54: nicht mehr zur Verfügung.
00:06:57: Vergeben ist nicht vergessen, sondern vergeben heißt, die Emotionen über das, was
00:07:01: passiert ist, loszulassen.
00:07:03: Das heißt, meinem Nervensystem aktiv das Signal zu geben,
00:07:08: keine Relevanz mehr.
00:07:14: Wenn wir das groß spielen, das machen wir gleich.
00:07:19: Zweite Ebene, die ist viel schwieriger.
00:07:21: Uns selbst vergeben.
00:07:24: Das merke ich immer selber wieder.
00:07:26: Da sind Situationen, die wir im Leben verbockt haben.
00:07:30: Ich auch.
00:07:31: Also wenn ich heute meine Jungs ansehe, weiß ich an vielen Stellen,
00:07:36: warum sie sich so verhalten.
00:07:38: Und dann kommt wieder die Traumatherapeutin durch.
00:07:40: Es ist nicht immer cool, eine Traumatherapeutin zu sein.
00:07:42: Ich sage es dir die dann genau sieht, weil ich da und
00:07:46: da so und so gehandelt habe, weil ich da und da nicht
00:07:48: aufgepasst habe, weil ich das nicht
00:07:51: beschützt habe.
00:07:52: Wie auch immer haben die heute die und die Probleme und dann
00:07:55: zu
00:07:57: und ich vergebe mir,
00:07:59: weil es war das Beste, was ich zu dem Zeitpunkt wusste und
00:08:04: hatte, als ich so und so gehandelt habe.
00:08:08: Ich hab
00:08:10: therapeutische Sitzungen im Kopf, wo ich lange mit gehadert habe, weil es
00:08:16: nicht gut gelaufen ist für eine kleine Maus und ich mir 1A
00:08:21: die Schuld gebe, dass es nicht gut gelaufen ist.
00:08:24: Und da sind wir bei Schuld und Scham.
00:08:26: Wenn wir uns selbst nicht vergeben,
00:08:29: dann hängen wir fest in Schuld und Scham.
00:08:33: Und auch da zu sagen hey, ich bin ja nicht mein Nervensystem,
00:08:39: ich vergebe mir
00:08:41: vielleicht.
00:08:42: Und manchmal braucht unser Gehirn ein paar mehr Sätze, damit das Gefühl
00:08:46: nachkommen kann, unser Nervensystem sich entspannen kann.
00:08:50: Vielleicht hilft der Satz.
00:08:53: Interessant.
00:08:54: Das ist also eine Erfahrungswelt, die ich mir ausgesucht habe.
00:08:57: Ich wollte das mal fühlen, wie das ist.
00:08:59: Ich wollte das mal spüren, damit ich das andere auch kennenlernen, weil
00:09:03: ich weiß ja nur, wer die Dunkelheit kennt, weiß, wie schön das
00:09:07: Licht ist.
00:09:09: Ach deswegen, OK, dann kann ich jetzt loslassen Und dann sind wir
00:09:15: wieder
00:09:16: der Kraft der Entscheidung.
00:09:17: Ich vergebe mir selbst.
00:09:22: Vielleicht magst du mal deine Hand auf dein Herz legen und selbst
00:09:26: reinfühlen und zu sagen, hey,
00:09:31: wo darfst du dir selbst vergeben?
00:09:35: Vergebung ist eine Form von Frieden mit dem, was sowieso nicht mehr
00:09:39: verändert werden kann.
00:09:44: Du kannst es nicht mehr ändern.
00:09:47: Und deswegen heißt vergeben loslassen.
00:09:51: Und wir könnten auch die große Tür öffnen, die gesellschaftliche Tür.
00:09:58: Gerade
00:10:02: geht es ja ab bei uns in Deutschland mit den Wahlen, mit
00:10:07: den Dingen, die beschlossen werden.
00:10:11: Und
00:10:14: da ist viel Wut.
00:10:16: Ich spüre viel Wut in unserer Gesellschaft und in dem Aufbegehren.
00:10:22: Und was wäre denn,
00:10:25: wenn wir auch
00:10:27: unseren Politikern vergeben können,
00:10:35: Wenn wir auch das, was da gerade an komischen Entscheidungen nehmen, wie
00:10:39: die größe Bühne, Putin und was nicht alles oder die Kleine bei
00:10:44: uns vor Ort nehmen.
00:10:47: Was wäre denn,
00:10:49: wenn wir einfach vergeben können in Form von Loslassen?
00:10:54: Auch da kommt wieder eine Bibelstelle.
00:10:56: Denn das Geringste, was wir unseren Brüdern und Schwestern angetan haben, ich
00:11:02: ergänze die Schwestern, die stehen meistens nicht in der Bibel,
00:11:05: haben hast du
00:11:09: mir angetan.
00:11:12: Jemand anders, dem ich folge, die ich sehr schätze Eine Lady, die
00:11:17: sagt immer Alles ist Energie und wenn du gegen jemand anders bist,
00:11:20: bist du gegen dich selbst.
00:11:24: Also wenn du gegen
00:11:26: März bist, du bist eins mit März, dann bist du gegen dich
00:11:30: selbst.
00:11:32: Ich weiß, für manche ist das
00:11:35: sperrig, aber gleichzeitig steht es auch schon in der Bibel, dass wir
00:11:40: alle eins sind.
00:11:41: Und was du einem anderen angetan hast du mir angetan?
00:11:45: Hast du dir selber angetan?
00:11:50: Oder gibt es eine andere Stelle und vertragt einer den anderen und
00:11:55: vergibt euch untereinander,
00:11:57: so wie ihr Klage untereinander habt.
00:12:05: Und Gandhi,
00:12:07: was für mich ein unfassbares Vorbild ist,
00:12:12: Die Schwachen können niemals vergeben.
00:12:13: Vergebung ist ein Kennzeichen der Starken.
00:12:20: Ich will das jetzt nicht kategorisieren und sagen, du bist schwach, wenn
00:12:23: du nicht vergeben kannst.
00:12:24: Und nur die, die vergeben können, sind stark.
00:12:27: Ich weiß, dass es eine Entscheidung ist und du kannst diese Entscheidung
00:12:31: treffen
00:12:33: zum Vergeben, zum Loslassen,
00:12:39: um.
00:12:44: Neues zuzulassen, um deinem Nervensystem zu sagen,
00:12:51: entspann dich um deines eigenen Frieden Willens.
00:12:55: Vergib um deines eigenen Frieden Willens.
00:13:00: Ich kann dir gar nicht erzählen, wie viel Türen sich geöffnet haben.
00:13:06: Genau dadurch.
00:13:08: Meine Mami, die hatte schon eine Nahtoderfahrung, die das schon war, glaube
00:13:15: ich, um Corona ist auch schon wieder sechs, sieben Jahre her,
00:13:18: da wäre sie schon fast gegangen.
00:13:23: Meine Schwester kam rein und hat es gesehen, hat den Notarzt gerufen
00:13:27: und seitdem trägt sie ein Herzschrittmacher.
00:13:32: Und irgendwie hatte ich das Gefühl, ihr zu
00:13:36: Omi,
00:13:37: wenn du das Gefühl hast, es ist Zeit zu gehen, für mich
00:13:41: ist alles gut.
00:13:43: Und dann hat sie mich angeguckt, sind wir im Frieden?
00:13:47: Sa völlig.
00:13:50: Und es ist die Kraft der Vergebung.
00:13:52: Nicht, weil heute alles easy ist und ich drei Wochen am Stück
00:13:57: mit meinen Eltern verbringen könnte.
00:13:59: Da gibt es immer noch Momente, die mich triggern, wo mein Nervensystem
00:14:02: hello schreit, hier bin ich wieder.
00:14:05: Die Situation kennen wir die?
00:14:06: Fandst du als Kind kacke?
00:14:08: Komm, wir machen noch mal ein bisschen Drama.
00:14:11: Das ist immer die Frage, was ich darauf antworte.
00:14:14: Aber allein das meiner Mama zu sagen, zu sagen, ich bin völlig
00:14:18: im Frieden und ich kann loslassen.
00:14:21: Alles ist vergeben, was jemals war zwischen uns.
00:14:30: Das ist ein Stück Freiheit des Lebens.
00:14:33: Und das wünsche ich dir von Herzen,
00:14:36: dass du das auch erleben kannst.
00:14:41: Vergeben heißt loslassen und beinhaltet Freiheit,
00:14:48: ein bisschen mehr zu erinnern, wer du bist, weil nehme das doch
00:14:52: mal wenn du ein Splitter, ein göttlicher Funke bist, wie ich in
00:14:56: einer der vorherigen Folgen gesagt habe,
00:15:01: hey, was willst du an so einen alten Kram festhalten?
00:15:05: Was willst du dein Leben so beschweren?
00:15:08: Was willst.
00:15:13: Bringt dich ins Ungleichgewicht mit dir selbst.
00:15:18: Lass es los,
00:15:20: lass es gehen
00:15:23: und daran liegt so viel Frieden.
00:15:26: Also das war's für heute.
00:15:29: Ich freue mich, dass du immer noch da bist
00:15:32: und check sozusagen die Geburtstagswoche aus.
00:15:36: Ich freue mich auf alle Kommentare, Rezensionen, Likes und sage bis denne.
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