Ich nehme mein Nervensystem ernst – aber nicht wörtlich.
Shownotes
Inspiration und Impulse
"Ich nehme mein Nervensystem total ernst, aber nicht wörtlich."
"Alles darf da sein, aber nichts davon muss das Steuerrad übernehmen."
"Die Traurigkeit ist eine Reaktion aufgrund der Geschichte, die dein Nervensystem dir erzählt, in dem Interesse, dich zu schützen."
"Wenn wir es nicht weg haben wollen, sondern es einfach nur angucken, dann passiert ganz oft das Magische, dass es sich von allein auflöst."
Unser Nervensystem entscheidet die meiste Zeit über uns, nicht unser bewusstes Ich
Es gibt vier typische Trauma-Reaktionen: Fight, Flight, Freeze und Fawn (People Pleaser)
Man muss die Ursache einer Reaktion nicht immer kennen, um sie zu verändern
Gefühle wollen wahrgenommen und akzeptiert werden, nicht wegtherapiert
Mit dem eigenen Gefühl zu sprechen schafft Distanz zur Ich-Identifikation
Die Trennung von Ich und Nervensystem eröffnet echte innere Freiheit
Es ist jeden Tag neu eine Entscheidung, wie man auf die eigenen Reaktionen reagiert
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Transkript anzeigen
00:00:02: Yes, ich sitze hier noch immer in Holland und
00:00:06: was getrunken und nehme die nächste Folge direkt für dich auf.
00:00:09: Und zwar über das Nervensystem, das uns immer erzählt, was wir zu
00:00:14: tun haben.
00:00:14: Also eigentlich kannst du dein ganzes Sein reduzieren auf Reaktion des Nervensystems.
00:00:21: Die wenigste Zeit entscheidest du.
00:00:23: Das ist so eine Illusion, in der wir denken, wir entscheiden, auch
00:00:27: wenn ich die letzte Folge, die Kraft der Entscheidung irgendwie gesagt habe.
00:00:30: Aber witzigerweise sind diese Momente, wo wir diese Klarheit haben, ja so
00:00:34: wenig und so selten.
00:00:37: Eigentlich
00:00:38: entscheidet zu 98 Prozent unser Nervensystem.
00:00:43: Also wieso, weshalb, warum?
00:00:46: Wie meinst du das jetzt?
00:00:47: Okay, wir tauchen noch mal ganz kurz in den Traumagedanken ein und
00:00:51: unser Nervensystem und was die Traumafolge ist, werden es praktisch lassen und
00:00:58: dann wirst du es vielleicht verstehen, was ich meine.
00:01:02: Für mich hat sich mit dem Ich bin nicht das Nervensystem einfach
00:01:06: dann noch mal eine Dimension geöffnet, wo ich als Traumatherapeutin immer dachte,
00:01:11: oh, ich muss genau wissen, woher es kommt.
00:01:15: Heute komme ich zu der Erkenntnis, dass ich das gar nicht muss.
00:01:18: Also ein Scheiß muss ich, um es mal so auszudrücken.
00:01:22: Okay, wir fangen vorne an.
00:01:24: Also unser Nervensystem
00:01:27: hat die Aufgabe zu sagen, sicher oder nicht sicher.
00:01:32: Irgendwo gibt es eine Studie, das ist so eine Physik Quantenphysik Studie,
00:01:37: die sagt, dass
00:01:40: 11 Millionen MBit s pro Sekunde an Signalen, Energiewellen, wie auch immer
00:01:46: du das bezeichnest, Sinneseindrücken auf uns einprasseln.
00:01:50: 40 davon bedienst du aktiv.
00:01:53: Bei allem anderen ist dein Gehirn faul und schlau zugleich.
00:01:59: Es kenne ich, weiß ich, kenne ich, weiẞ ich, kenne ich.
00:02:01: Weiß ich, kenne icht, weiß ich.
00:02:03: Und dieses kenne ich, weiź Ich ist immer aufgrund deiner Geschichte, aufgrund
00:02:06: dessen, was in deinem Nervensystem gespeichert ist, also aufgrund dessen, was du
00:02:13: erlebt hast.
00:02:13: Und da ist nur die Frage, sicher oder nicht sicher.
00:02:16: Und dann passieren die Dinge.
00:02:19: So,
00:02:21: welche Dinge passieren?
00:02:23: Es gibt vier Traumafolgen in Form von Reaktionen darauf, die passieren, wenn
00:02:32: dein Nervensystem sagt, nicht sicher.
00:02:35: Das hat immer irgendwas mit irgendwelchen Gefühlen zu tun.
00:02:38: Angst, Unsicherheit,
00:02:40: Hoffnungslosigkeit,
00:02:43: Hilflosigkeit, keine Ahnung, was auch immer, Scham, Schuld, das komplette Programm.
00:02:49: Und dein Nervensystem reagiert immer gleich.
00:02:54: Ich mache das mal ganz praktisch an.
00:02:55: Beispiel.
00:02:56: Also stell dir vor, du sitzt zu Hause
00:03:01: auf dem Sofa, hast früher Feierabend, schlürfst genüsslich eine Tasse Tee, Kaffee,
00:03:08: whatever, hast dein Lieblingspraliné, denkst dir richtig schön Kerzchen an, was immer
00:03:15: du meinst, dass für dich gerade so ein Wohlfühlmoment ist.
00:03:19: Dann schließt dein Partner, Partnerin, Frau, Ehemann auch da was zu dir,
00:03:25: passt die Tür auf,
00:03:28: steckt die Nase durch die Tür, kommt rein, stellt sich ein bisschen
00:03:32: entrüstet in den Türrahmen mit folgende Worten.
00:03:36: Schatz, du hast schon wieder
00:03:41: und jetzt nur bei diesen Wörtern, was passiert bei dir?
00:03:46: Lehnst du dich ein bisschen kuscheliger in ein Kissen zurück und sagst,
00:03:51: ja,
00:03:52: ich habe schon wieder angefangen das Leben zu genießen
00:03:57: oder
00:03:59: geht nicht eher so eine innere Alarmglocke an?
00:04:03: Oh Gott, das Gehirn fängt an.
00:04:05: Also erst kommt das
00:04:08: Engegefühl, Herzrasen, keine Ahnung, enge, Gefühl, Druck, Bauchweh, jeder reagierte anders
00:04:16: und dann fängt es an im Kopf zu rachen, was habe ich
00:04:19: vergessen, was habe ich nicht gemacht.
00:04:22: Und da sind wir genau bei diesem Erfahrungswert, den wir alle kennen,
00:04:26: den wir als Kind so oft gehört.
00:04:28: Schon wieder, schon wieder Hast du eine 5 nach Hause gebracht, schon
00:04:30: wieder hast halt Milchglas umgesch, Müll nicht rausgebaut.
00:04:34: Schon wieder ist einfach was, was unser Nervensystem kennt und in den
00:04:39: wenigsten Fällen reagiert es entspannter drauf.
00:04:42: So, jetzt gehen wir mal die vier Qualitäten durch.
00:04:45: Fight, flight, freeze, phone, fight
00:04:51: und denkst what's up?
00:04:53: Wenn du mir jetzt kommst mit Schatz, du hast schon wieder
00:04:57: die Schuhe nicht ordentlich vorne hingestellt, dann rattert es in einen affenartigen
00:05:02: Geschwindigkeit und es kontert zurück und du hast schon wieder deine Socken
00:05:05: liegen lassen und die Kaffeemas nicht ausgestellt und die Stühle nicht gerade
00:05:09: gerückt, whatever.
00:05:11: Und du bist sofort im Angriffsmodus.
00:05:15: Das nennt man die Strategie nach Trauma Aktivierung.
00:05:20: Fight.
00:05:22: Das Trauma wurde aktiviert aus der Kindheit und du gehst in Fight,
00:05:27: in Rechtfertigung, in Gegenangriff, in
00:05:32: Kennste,
00:05:33: okay, erste Reaktion.
00:05:35: Zweite Reaktion.
00:05:37: Flight.
00:05:40: Du springst mehr oder weniger auf oder vielleicht auch ein bisschen genüsslich
00:05:44: und sagst, boah, ich muss gerade auf Toilette,
00:05:48: können wir gleich regeln.
00:05:50: Das ist die kürzeste Version, die ein bisschen längere Wäre vielleicht Boah,
00:05:54: ich glaube ich habe Aufschnitt gekauft im Auto vergessen, schnappst dir Schlüssel
00:05:58: und gehst erstmal runter bis zum Auto und überlegst wie schlimm kann
00:06:01: es jetzt werden?
00:06:02: Kaufe ich jetzt noch Aufschnitt oder brauchte ich nur die Treppe runter,
00:06:05: die Treppe hoch, um mich wieder zu beruhigen und zu sagen, egal
00:06:08: was es war, kann nicht so schlimm gewesen sein.
00:06:11: Das ist
00:06:14: vielleicht und das machen wir oft auch in Gesprächen.
00:06:17: Einfach aus der Situation gehen, was anderes machen, kürzeste Weg auf Toilette
00:06:21: müssen.
00:06:23: Kennste?
00:06:25: Okay, dann kommen wir zum dritten Freeze.
00:06:29: Ich weiß nicht, ob du das kennst.
00:06:31: Du sagst gar nichts, lässt den Sturm, den vermeintlichen Sturm, was auch
00:06:35: immer da kommt von Schatz, du hast schon wieder
00:06:39: über dich ergehen und bis eher stumm und hinterher eine halbe Stunde,
00:06:45: eine Stunde, vielleicht auch drei Stunden später fallen dir die endgeilen Sätze
00:06:50: ein.
00:06:50: Du hättest doch einfach antworten können und zwar das und das und
00:06:54: dann wäre alles geklärt gewesen.
00:06:57: Aber in dem Moment freeze keine Chance, einfach nichts.
00:07:06: Okay, ich denke, dass du dich an der einen oder anderen Stelle
00:07:10: vielleicht schon siehst.
00:07:11: Dann gehen wir auf das letzte Vorn.
00:07:13: Vorn ist der People Pleaser, der Buggy Effekt.
00:07:17: People Pleaser ist allen recht machen.
00:07:19: Das heißt aufspringen zu sagen boah, tut mir voll leid, ja stimmt,
00:07:23: hast du recht, setz dich doch, ich mache das jetzt gerade schnell
00:07:27: weg und dann bringe ich dir noch deine Pus, dein Bier, dein
00:07:29: das jetzt die
00:07:32: Frau an Mann Qualität
00:07:34: geht bestimmt auch andersrum.
00:07:37: Dieses allen ist recht machen wollen, sofort die Schuld, Scham sehen und
00:07:42: es wieder gut machen.
00:07:45: Das sind die normalen Reaktionen des Nervensystems.
00:07:50: So, wenn ich jetzt aber sage, ich bin nicht mein Nervensystem, was
00:07:54: mache ich denn dann damit?
00:07:56: Was passiert denn dann bei
00:07:59: all diesen Dingen?
00:08:03: Und heute, das habe ich tatsächlich die letzten Monate
00:08:09: praktiziert
00:08:12: in einer anderen Art, wie es davor im Traumaverständnis gemacht habe, als
00:08:18: Traumatherapeutin und mit der Haltung des guten Grundes war.
00:08:22: Okay, Gefahr erkannt, Gefahr gebannt.
00:08:25: Da ist ein altes Muster, ich verstehe das, das kommt da.
00:08:28: Und daher mache ein Beispiel.
00:08:31: Ich sitze in einem Kongress mit lauter Ärzten und Psychotherapeuten, da kommt
00:08:35: ein so ein Typ rein, auch ein Arzt, der eine Attitude hat
00:08:42: von ich habe hier das Sagen und ich weiß alles und in
00:08:45: mir geht genau das los.
00:08:46: Ich würde gerne das Mausloch nehmen, das ist nicht da.
00:08:50: Also flight ge
00:08:52: fight, keine Chance, bin ich ja sowieso, das habe ich keine, also
00:08:57: eher freeze, um dann in die Kognition zu gehen und sagen, Wunder,
00:09:01: okay, beobachten, was passiert hier.
00:09:03: Okay, kennste, warum ist es da?
00:09:06: Ah, der hat die Attitude von deinem Papa, du bist sozusagen in
00:09:13: Alarmbereitschaft, weil du das kennst und dich nicht wieder degradieren lassen möchtest.
00:09:19: Super, Gefahr erkannt, Ich gucke ihn an und mache mir selber das
00:09:24: Mantra, du bist nicht mein Papa, du bist nicht mein Papa, du
00:09:26: bist nicht mein Papa.
00:09:27: So lange bis ich glaube und mein Nervensystem sich wieder entspannt.
00:09:32: Heute weiß ich, dass ich das gar nicht mehr wissen muss, warum
00:09:38: welche Geschichte mein Nervensystem gerade reproduziert.
00:09:43: Als Traumatherapeutin habe ich immer gesagt, okay, Gefahr erkannt, Gefahr gebannt.
00:09:47: Wenn ich weiß, woher es kommt, dann kann ich
00:09:51: entsprechende Strategien fahren und aus meinem Methodenkoffer was rauszaubern und alles klar,
00:09:58: das können wir jetzt ändern.
00:10:02: Und heute weiß ich, dass es egal ist, weil die einfachste Info
00:10:06: ist, ist eine alte Geschichte
00:10:09: und die zweite Info, das ein Gefühl, was gesehen werden möchte.
00:10:14: Also was habe ich gemacht
00:10:17: die letzten Monate?
00:10:18: Ich habe es nicht bekämpft, ich habe es nicht wegtherapiert, keine EMDR
00:10:23: Session mit mir selber gemacht,
00:10:26: was ich auch gut kann,
00:10:28: sondern das Einzige, was ich wirklich gemacht habe, ich habe ganz oft
00:10:32: in meinem blauen Sessel im Büro gesessen und inzwischen geht das auch
00:10:37: ohne den blauen Sessel.
00:10:38: Hab hello Gefühl, schön, dass du da bist und ich habe es
00:10:43: kommen lassen, volle Breitseite reingefühlt, einfach nur die Qualität gefühlt.
00:10:51: Was ist es?
00:10:52: Angst, Überforderung, Hilflosigkeit, Traurigkeit.
00:10:58: Und dann habe ich das wahrgenommen.
00:11:00: Und das ist etwas, wovor wir massive Angst haben.
00:11:04: Also wir alle irgendwie immer dieses M
00:11:11: Gefühle.
00:11:12: Das ist was, was ich in der Traumaarbeit so oft
00:11:16: kennengelernt habe.
00:11:17: Da ist die Angst vor der Angst.
00:11:19: Das heißt, ich habe Angst, die Gefühle zuzulassen, weil ich die Befürchtung
00:11:25: habe, dass ich drauf hängen bleib,
00:11:29: wie auf so einem schlechten Trip.
00:11:33: Und deswegen traue ich mich nicht, das zu fühlen.
00:11:37: Und gleichzeitig ist das
00:11:39: genau die Lösung, weil es geht gar nicht darum, die Geschichte zu
00:11:44: verstehen.
00:11:44: Warum ist jetzt die Angst, die Hilflosigkeit sonst was da, sondern einfach
00:11:48: nur zu akzeptieren.
00:11:49: Hallo Angst, du bist da.
00:11:55: So nach dem Motto, alles darf da sein, aber nichts davon muss
00:11:59: das Steuerrad übernehmen.
00:12:02: Also geht es darum, das Gefühl, was gerade da ist, was dein
00:12:05: Nervensystem dir sagt, wahrzunehmen,
00:12:10: es zu akzeptieren und es nicht weg haben zu wollen und anzugucken.
00:12:17: Und das Spannende ist, wenn wir es nicht weg haben wollen, sondern
00:12:20: es einfach nur angucken, dann passiert ganz oft das Magische, dass es
00:12:25: sich von allein auflöst.
00:12:28: Und deswegen wirkt übrigens auch eben er, aber das mache ich bestimmt
00:12:31: wann anders noch mal eine Folge drüber, im Entwicklungssprünge Podcast habe ich
00:12:36: da schon eine Folge darüber gemacht,
00:12:39: tauche ich hier bestimmt auch noch mal tiefer ein.
00:12:41: Sondern dieses
00:12:44: ich lasse es sein, ich lasse es da sein, es ist okay,
00:12:50: das ist so wie das kleine Kind was
00:12:53: malt, ist es irgendwie nur krickeler Krack und die ganze Zeit Mama,
00:12:56: Mama, guck mal, guck mal, guck mal ruft und irgendwann widmest du
00:13:00: dich diesen Bild und sagst, oh, das ist ja schöner Krack und
00:13:06: das Kind ist sofort zufrieden, weil es gesehen wurde.
00:13:11: Und wenn wir wirklich eine neue Geschichte schreiben wollen, dann
00:13:18: brauchen wir die Distanz, dass wir nicht glauben, wir sind das Nervensystem,
00:13:23: wir sind diese Reaktion.
00:13:25: Ich damals in den Zeiten mit der Depression und Suizidalität, da war
00:13:30: so eine tiefe Traurigkeit und ich war so krass drin in der
00:13:34: Ich Identifikation,
00:13:36: dass ich dachte, ich halte diese Traurigkeit
00:13:42: nicht aus.
00:13:43: Ich sterbe lieber, als die weiter auszuhalten,
00:13:47: weil ich mich mit diesem Gefühl gleichgesetzt.
00:13:51: Ich bin die Traurigkeit
00:13:55: und es stimmt nicht.
00:13:58: Die Traurigkeit ist eine Reaktion aufgrund der Geschichte, die dein Nervensystem dir
00:14:04: erzählt, in dem Interesse, dich zu schützen.
00:14:10: Und das Gleiche gilt für alle anderen Gefühle, auch für die Wut,
00:14:15: die Hoffnungslosigkeit, die Überforderung, die Unterforderung, der Scham, die Schuld, egal was.
00:14:22: Und ich habe das in letzter Zeit echt oft gemacht.
00:14:26: Dadurch, dass ich diese Entscheidung getroffen habe, meine Mitarbeiter zu kündigen, muss
00:14:33: ich ja erstmal alles selber alleine machen.
00:14:35: Also kunde arbeitet für vier, das hatte ein paar wochen
00:14:41: mit einer 80 stunden woche, das geht nicht lange gut.
00:14:45: Und ganz oft habe ich an meinem Schreibtisch gesessen und da kam
00:14:49: dieses Gefühl von Überforderung und dachte, ich pack's nicht.
00:14:53: Und als Traumatherapeutin hätte ich hingucken können und hätte
00:14:57: die Geschichte aufwärmen können, sagen können, ja klar, die Geschichte kenne ich,
00:15:02: Überforderung in der Schule, Hilfe gesucht, bei meinem Papa nicht die Hilfe
00:15:06: bekommen, die ich haben wollte oder die ich gebraucht hätte, heulend in
00:15:11: meinem Kinderzimmer zu sitzen.
00:15:12: Und ich habe gemerkt, ich brauche die Geschichte nicht.
00:15:15: Das einzige, was es brauchte, ist, dass ich mich zurücknehme, zurückziehe, auf
00:15:20: meinen Sessel sitze,
00:15:23: diese Gefühle zulasse und eintauche in dieses Gefühl
00:15:30: der Überforderung, ohne in die Ich Identifikation zu gehen.
00:15:35: Ja, jetzt sagst du Gunnar, wie geht das denn?
00:15:38: Am einfachsten geht es, wenn man mit dem, wenn du mit dem
00:15:42: Gefühl sprichst,
00:15:44: weil sobald du mit deinem Gefühl sprichst, bist du nicht mehr das
00:15:49: Gefühl, weil sonst könntest du ja nicht mit ihm sprechen.
00:15:54: Also wenn du sagst, hallo Überforderung, das ist ja schön, dass du
00:15:58: da bist, lass mal gucken, wo sitzt du denn in meinem Körper,
00:16:03: okay, in der Brust, da wird es eng.
00:16:05: Okay, ich gucke mir das mal an.
00:16:08: Okay, schließt die Augen,
00:16:11: käme mit meiner Wahrnehmung dahin, Guck mir das an, wie sich diese
00:16:16: Überforderung in meiner Brust anfühlt.
00:16:24: Ich lade dich ein, das mal auszuprobieren.
00:16:28: Was heißt das im Klartext?
00:16:30: Ich nehme mein Nervensystem total ernst,
00:16:35: aber nicht wörtlich.
00:16:37: Ich verstehe, was es für mich tut,
00:16:41: ohne dass ich es bin.
00:16:45: Das ist so, alles darf sein, aber nichts davon
00:16:50: muss das Steuer übernehmen und sagen und so
00:16:55: ist jetzt der Weg.
00:17:01: Das hat mir in den letzten Monaten unfassbar viel Freiheit geschenkt.
00:17:07: Und gleichzeitig war da so ein Egona
00:17:13: Dir kann es ja jetzt nicht gut gehen.
00:17:15: Also die wirtschaftliche Lage ist angespannt von deiner Firma, du hast deine
00:17:19: Mitarbeiter raus gekündigt, du arbeitest viel zu viel.
00:17:25: Wieso geht es dir jetzt gut?
00:17:28: Und dieses das nicht nach außen
00:17:34: signalisieren, dass es mir gut geht, weil
00:17:40: das im Außen vielleicht nicht verstanden wird, das ist dann wieder die
00:17:43: nächste Challenge, wo mein Nervensystem sagt, oh Gefahr, jetzt bist du ausgegrenzt,
00:17:51: weil du dich absonderlich verhältst.
00:17:55: Und dann sind wir wieder bei dem von der letzten Podcast Folge.
00:17:59: Was ist deine innere Klarheit und Wahrheit
00:18:04: und es dann doch zu leben und zu tun.
00:18:15: Ja, und es hat auch was mit Vertrauen ins Leben zu tun.
00:18:22: Ich hoffe, ich konnte dich mitnehmen ein bisschen auf die Reise des
00:18:26: Nervensystems
00:18:28: und dass du
00:18:31: tatsächlich nicht aktiv dein Leben steuerst, sondern dein Nervensystem.
00:18:37: Und wenn du anfängst, das zu verstehen und
00:18:43: in die Differenzierung gehst, zu sagen, ich bin nicht mein Nervensystem,
00:18:49: dann öffnet sich eine Tür für Freiheit
00:18:53: und es ist eine Entscheidung.
00:18:55: So wie ich die letzte Podcast Folge über Entscheidungen
00:19:01: gesprochen habe.
00:19:02: Es ist deine Entscheidung, auch wenn es sich im ersten Moment vielleicht
00:19:06: noch schräg oder komisch anfühlt.
00:19:08: Versuch es mal.
00:19:09: Es ist deine Entscheidung.
00:19:10: Du kannst dich jedes Mal neu entscheiden
00:19:15: und ich entscheide mich auch.
00:19:17: Und noch habe ich dieses Nicht mein Nervensystem Sein nicht ganz ergriffen
00:19:24: und begriffen in mir drin.
00:19:27: Aber ich weiß, durch diese Tür oder ich spüre, durch die ich
00:19:30: gegangen bin und weitergehe auch dadurch, dass ich das hier einspreche,
00:19:36: kommt noch mehr Frieden und noch mehr Freiheit in mein System
00:19:41: und daran lasse ich dich teilhaben.
00:19:42: Und wenn dich das irgendwie inspiriert, motiviert, dann freue ich mich über
00:19:47: das Geburtstagsgeschenk eines Likes, einer Rezession, eines Kommentars
00:19:53: diese Woche.
00:19:54: Und natürlich, du bekommst diese Woche auch Geschenke von mir.
00:19:59: Schau auf meiner Seite, schau auf Instagram, da wird es da ein
00:20:05: Post zu geben, hier in den Show Notes.
00:20:08: Hier wartet immer ein Special für dich eine Woche lang zu meinem
00:20:12: Geburtstag, zu diesem neuen Podcast.
00:20:18: Und ich danke dir, dass du
00:20:22: mir zuhilfst, hörst und mir damit beim Sprechdenken hilfst
00:20:27: und tatsächlich mir dadurch hilfst, meine eigene Wahrheit ein Stück mehr zu
00:20:32: finden und zu leben.
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